Causticum Versuchsreihe V1-V6

Causticum Destillation und Analytik

Herstellung von Kaliumhydroxid (kaustisches Kali) durch die Umsetzung von Kaliumhydrogensulfat mit Kalziumhydroxid in der Hitze mit anschliessender trockener Destillation. Im Handel verfügbares KOH stammt heutzutage aus elektrolytischen Prozessen und hat aus diesem Grund keinen direkten Kontakt zu den Elementen Schwefel und Kalzium. Hier sollen die einzelnen Schritte der ursprünglichen Herstellung auf ihren Kontakt mit anderen Elementen/Verbindungen untersucht und mögliche verfahrensbedingte Verunreinigungen und Wirksubstanzen diskutiert werden.
An diesem Wochenende (24./25.06) haben wir die Versuchsreihe V1 bis V6 durchgeführt. Versuche mit Reinchemikalien, gebranntem Kalk und zusätzliche Gewebeeinlage.
Im Anschluss von Montag bis Mittwoch pH Bestimmungen, Anionen, Kationen und Aminosäurenanalytik.

Hahnemann: „Man nimmt ein Stück frisch gebrannten Kalk von etwa zwei Pfund, taucht dieses Stück in ein Gefäss voll destillirten Wassers, eine Minute lang, legt es dann in einen trocknen Napf, wo es bald, unter Entwicklung vieler Hitze und dem eignen Geruche, Kalk-Dunst genannt, in Pulver zerfällt. Von diesem feinen Pulver nimmt man zwei Unzen, mischt damit in der (erwärmten) porcellänernen Reibeschale eine Auflösung von zwei Unzen bis zum Glühen erhitztem und geschmolzenem, dann, wieder erkühlt, gepülvertem, doppelsaurem schwefelsaurem Kali (bisulphas kalicus) in zwei Unzen siedend heissem Wasser, trägt diess dickliche Magma in einen kleinen gläsernen Kolben, klebt mit nasser Blase den Helm auf, und an die Röhre des letztern die halb in Wasser liegende Vorlage, und destillirt unter allmähliger Annäherung eines Kohlenfeuers von unten, das ist, bei gehörig starker Hitze, alle Flüssigkeit bis zur Trockenheit ab … “